
Vom 04.–06. Juli hieß es endlich wieder: Trainingslager unserer Schiedsrichter!
Hier nun der ausführliche Rückblick auf drei unvergessliche Tage:
Bereits eine Minute vor dem Treffpunkt in Harle konnte die erste positive Erkenntnis des Trainingslagers festgehalten werden: Alle waren pünktlich! Nach einer kurzen Smalltalk-Runde und den letzten Bissen des Fastfood-Mittagessens begann das – zugegeben etwas chaotische – Beladen der Autos und die etwa zweistündige Fahrt nach Wetzlar.
Dort angekommen wurden die 17 Teilnehmer auf drei Mehrbett- und ein Einzelzimmer verteilt. Die altersgemischte Gruppierung zahlte sich direkt aus: Beim Bettenbeziehen wurde gegenseitig geholfen, wo es nötig war. Der Gang in den dritten Stock bei sommerlichen Temperaturen sorgte zwar für leichte Genervtheit, doch der angenehme Durchzug im Flur entschädigte dafür. Auch die Zimmer waren in Ordnung – wenn man davon absieht, dass zwei erreichbare Steckdosen für fünf Personen etwas ambitioniert waren.
Nach der Begrüßung, dem Programmüberblick und den Verhaltensregeln wurde die Trainingslager-Challenge vorgestellt – das spätere Highlight des Wochenendes. In drei etwa gleich großen Teams (Steinbrecher, Nakad und Bartholmai) wurden in vier Disziplinen Punkte gesammelt. Der Ehrgeiz war geweckt: Niemand wollte Letzter werden, die meisten wollten Erster sein.
Nach dem intensiven Programm und der klassischen Mantaplatte zum Abendessen war es nachvollziehbar, dass bei der abendlichen Präsentation der Regeländerungen einige kurz wegnickten. Keine Sorge – es wurde ausreichend nachgeschult. Der anschließende Vortrag zum Thema „Vorteil“ rundete den ersten Tag ab. Der Abend klang bei Gesprächen und Tischtennis aus – mangels Schläger kamen auch Adiletten oder Smartphones zum Einsatz.
Tag 2 – Frühsport, Regeltest und Gruppenarbeit
Zur Frühsport-Einheit um 7 Uhr erschienen erneut alle pünktlich – auch wenn „wach“ nicht auf jeden zutraf. In moderatem Tempo ging es drei Runden bergauf und bergab um die Jugendherberge, bevor es frisch geduscht zum Frühstück ging. Der anschließende Regeltest wurde individuell absolviert – die ersten Punkte für die Challenge waren gesammelt, Team Nakad übernahm die Führung.
Im weiteren Verlauf des Vormittags wurden Videoszenen zu Handspiel und Foulspiel analysiert und aktuelle Fotos im Schiri-Trikot geschossen. Auch Bernhard stand das Trikot überraschend gut! Der Mittag war geprägt von Gruppenarbeiten zu den Themen „Vor und nach dem Spiel“ sowie „Kommunikation im Gespann“. Zusätzlich wurden Clips für ein Werbevideo gedreht, das am Sonntag präsentiert werden sollte.
SR-Quiz, Fußballturnier und VAR-Training
Ein weiteres Highlight war das „SR-Quiz“, ein digitales Multiple-Choice-Spiel mit Fragen zur Schiedsrichterei auf DFB- und Kreisebene. Die Mühe beim Zusammenstellen der Inhalte verdient großes Lob – und fast alle schafften es, ihren Namen korrekt einzugeben. Als jemand rausflog und plötzlich „Simba“ mitspielte, war die Belustigung groß. Ein neuer Spitzname war geboren – sorry Bartholmai!
Vor dem Fußballturnier mussten noch die Punkteverteilung für Siege und Tore geregelt werden – dass alle Spiele 0:0 enden würden, konnte ja keiner ahnen. Während ein Team spielte, absolvierte das andere einen Parcours durch Rasensprenger und bewertete am VAR-Monitor bei erhöhtem Puls eine Szene. Nach Siegen in beiden Disziplinen übernahm Team Steinbrecher die Führung.
Der Abend wurde mit Fußballschauen verbracht – Schalke, BVB und Bayern waren im Einsatz (naja, oder im Testspiel gegen Bocholt). Einige mussten später feststellen, dass Fastfood-Bestellungen ab einer gewissen Uhrzeit nicht mehr möglich sind – trotz digitaler und handschriftlicher Planung.
Sonntag – Finale und Fazit
Der Sonntag begann erneut mit Frühsport, bevor der Konfi-Test als letzte Challenge-Disziplin anstand. An der Tabelle änderte sich wenig: Team Steinbrecher gewann vor Nakad und Simba. Anschließend wurden die Gruppenarbeiten präsentiert und eine Feedback-Runde abgehalten.